Bet' und arbeit'

Introduction

Bet‘ und arbeit‘!

Durch die Industrialisierung entwickelte sich im 19. Jahrhundert eine neue soziale Schicht: das Proletariat. Aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen entwickelten sich Arbeitervereine. Dieses Lied wurde anlässlich der Gründung des „Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins“ 1863 geschrieben:

 

Text:                                                                                                   Melodie:

 

 

 

 

2. Und du ackerst, und du säst,

Und du nietest, und du nähst,

Und du hämmerst, und du spinnst –

Sag, o Volk, was du gewinnst!

3. Webst am Webstuhl Tag und Nacht

Schürfst im Erz- und Kohlenschacht,

Füllst des Überflusses Horn,

Füllst es hoch mit Wein und Korn.

4. Doch wo ist dein Mahl bereit?

Doch wo ist dein Feierkleid?

Doch wo ist dein warmer Herd?

Doch wo ist dein scharfes Schwert?

5. Alles ist dein Werk! o sprich,

Alles, aber nichts für dich!                     Und von allem nur allein,

Die du schmiedst, die Kette, dein?

6. Mann der Arbeit, aufgewacht!

Und erkenne deine Macht!

Alle Räder stehen still,

Wenn dein starker Arm es will.

7. Brecht das Doppeljoch* entzwei!

Brecht die Not der Sklaverei!

Brecht die Sklaverei der Not!

Brot ist Freiheit, Freiheit Brot!

 

 

*Joch= steht für Unterdrückung

Task

Bet‘ und arbeit‘!

  1. Auf diesem Gemälde von 1895 siehst du einen Fabrikanten und drei Fabrikarbeiter.
    1. Fülle die Sprechblasen mit den Zitaten aus Strophe 1:

„Bete kurz! Denn Zeit ist Geld.“ „Bete kurz! Denn Zeit ist Brot.“

 

Stanislaw Lenz: Arbeiter beim Fabrikanten, 1895.

 

    1. Erkläre, was mit den Zitaten gemeint ist!

 

  1. In Strophe zwei und drei werden Tätigkeiten genannt. Ordne sie den jeweiligen Berufen zu!

ackern, sähen

Bauer

 

Weber (Hersteller von Stoffen)

 

Winzer

 

Spinner (Hersteller von Fäden)

 

Schneider

 

Bergwerksarbeiter

 

Schlosser/Schmied/Wagner (Hersteller von Rädern)

 

Schuhmacher/Schuster

 

  1. Welche Umstände werden in Strophe vier und fünf beschrieben?            

                                  

 

 

  1. Erkläre die Metapher vom „stillstehenden Rad“ (Strophe sechs) in eigenen Worten!

 

 

 

 

 

  1. Was hat es mit dem „Doppeljoch“ in Strophe sieben auf sich?